Extrembeispiel für Nachdruckregelung?

Ich bin gerade auf einen Fall gestoßen, bei dem sich eine „2. Auflage“ - abgesehen von der Angabe 2. Auflage und dem Erscheinungsdatum - in exakt 3 Zeichen von der Erstausgabe zu unterscheiden scheint. (Jedenfalls ist mir sonst kein Unterschied aufgefallen.)

Es handelt sich um „Geführt von einem inneren Stern“ von Elmar Simma (Erstausgabe 2019 AC15506465, 2. Auflage 2020 AC16080664).

In den Angaben zum Autor heißt es in der Ausgabe von 2019:

[…] Er hält zahlreiche Vorträge und ist Autor mehrerer Bücher. Zuletzt bei Tyrolia erschienen: „Dem Leben zulächeln. Von der Kunst den Tag zu loben“ (4. Auflage 2018) […]

Die Ausgabe von 2020 ist aktualisiert:

[…] Er hält zahlreiche Vorträge und ist Autor mehrerer Bücher. Zuletzt bei Tyrolia erschienen: „Dem Leben zulächeln. Von der Kunst den Tag zu loben“ (5. Auflage 2020) […]

Und das war’s auch schon mit Änderungen gegenüber der ersten Ausgabe!

Ist das ein „relevanter Unterschied zum Original“ im Sinne der aktuellen AWR zu RDA 1.11 … ?

Wohl eher nicht - die Schwierigkeit besteht aber leider darin, das ohne ein close reading auch festzustellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich hier um eine „echte“ Ausgabebzeichnung handelt, ist ja prinzipiell durchaus gegeben. Ich bin mir unsicher, ob hier jetzt eine Korrektur (also eine Zusammenführung der Datensätze) zu veranlassen sinnvoll ist.